11. Oktober 2012 - In der Versicherungs-Branche ist viel los. Da ist die Rede von einem Buyout, einer Kooperation sowie einer möglichen Standortschließung oder alten und neuen Markennamen. Betroffen sind Talanx AG, HDI Versicherung AG, HanseMerkur, Aragon und Skandia.
Jetzt soll ein neuer (alter) Markenname mehr Klarheit bringen: Neuerdings firmiert unter dem Label HDI Versicherung AG (www.hdi.de) die Produktwelt, die im Talanx Konzern (www.talanx.de) aus der Verschmelzung der HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG und der HDI Direkt Versicherung AG hervorgegangen ist.
„Unter der neuen Marke HDI vereinen sich die beiden Traditionsmarken HDI und HDI-Gerling und damit auch zwei starke Produktwelten", heißt es in einer HDI-Mitteilung. Für den Kunden bringe diese Neuaufstellung eine echte Leistungsoptimierung im Sinne eines "Best Of".
Demnach wurden im neuen Angebot konsequent die für die Kunden besseren Deckungsinhalte aus den Vorgänger-Produkten von HDI beziehungsweise HDI-Gerling übernommen und zum Teil erweitert.
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Vom Konzern Talanx (www.talanx.de), bei dem es sich eigenen Angaben zufolge um Deutschlands drittgrößte Versicherungsgruppe handelt, kommen weitere Details zum kürzlichen Börsengang ("Talanx hat Börsengang erfolgreich geschafft"). Demnach hat die Talanx AG im Rahmen ihres Börsengangs auch die Mehrzuteilungsoption, den sogenannten Greenshoe, am Markt platziert. Die Deutsche Bank (www.deutsche-bank.de) habe für alle emissionsbegleitenden Konsortialbanken die Greenshoe-Option am 8. Oktober vollständig ausgeübt. Dadurch erhalte die Talanx AG einen weiteren Bruttoerlös von rund 50 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen ihres Börsengangs belaufe sich jetzt auf 817 Millionen Euro, einschließlich einer von der japanischen Meiji Yasuda Life Insurance zum IPO-Preis in Aktien gewandelten Nachranganleihe mit einem Volumen von 300 Millionen Euro.
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Die HanseMerkur Reiseversicherung AG (www.hansemerkur.de) und die Reisebüros der Lufthansa City Center (www.lcc.de) kooperieren. Beide Gesellschaften wollen ab 1. Januar 2013 gemeinsame Wege gehen. Den Angaben zufolge wird damit Deutschlands zweitgrößter Reiseversicherer Produktpartner des weltweit größten, unabhängigen Franchise-Systems im Reisebüromarkt. Damit werden alle Reiseschutz-Produkte der HanseMerkur in Hamburg - von Einzelversicherungen bis zum 5-Sterne-Premiumschutz - über die 300 deutschen LCC Büros buchbar sein, heißt es.
„Wir freuen uns sehr, mit LCC einen renommierten Partner mit hoher Fachkompetenz in der Reiseberatung gewonnen zu haben", sagt Dr. Andreas Gent (Foto), Vorstand der HanseMerkur Reiseversicherung zur Kooperationsvereinbarung. „Unser beider Unternehmensphilosophie ist mittelständisch geprägt. Während die Lufthansa City Center Reisebüros ihren Kunden maßgeschneiderte Reisen vermitteln, sind wir auf individuelle Produktkonzepte für unsere Touristikpartner spezialisiert, die sich durch ein attraktives Preis-/Leistungssystem auszeichnen".
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Die Aragon AG (www.aragon.ag) bekommt einen neuen Großaktionär. Eine von den
Vorstandsmitgliedern Dr. Sebastian Grabmaier und Ralph Konrad kontrollierte Holdinggesellschaft wird den Angaben zufolge im Zuge eines sogenannten Management Buyouts insgesamt 40,7 Prozent des Grundkapitals übernehmen. Verkäufer ist die ABL Group Angermayer, Brumm und Lange Unternehmensgruppe GmbH (www.abl-group.de).
Die Herauslösung der Aragon AG aus der ABL Group soll dem Umstand Rechnung tragen, dass sich keine nennenswerten Synergien zwischen dem Finanzvertriebsgeschäft der Aragon AG und den Kapitalmarktaktivitäten der ABL Group realisieren ließen. Die Übernahme der Anteile durch die neu gegründete Aragon Holding GmbH stehe unter aufschiebenden Bedingungen, soll aber noch in diesem Jahr umgesetzt werden, heißt es. Im Zuge des Eigentümerwechsels wird die Aragon AG auch ihren Aufsichtsrat neu besetzen. Den Vorsitz wird Dr. Herbert Walter (Foto), Unternehmensberater und ehemals Vorstandsvorsitzender der früheren Dresdner Bank, übernehmen. Als Stellvertreter ist Rechtsanwalt Dr. Christian Waigel (Foto rechts) vorgesehen.
„Ungeachtet des derzeit schwierigen Marktumfelds betrachten wir die Aragon als ein attraktives Investment", sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Sebastian Grabmaier (Foto). „Mit dem Buyout unterstreichen wir die Langfristigkeit unseres Engagements. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das Unternehmen mit der bereits erfolgten Konzentration auf seine Kernbeteiligungen und Kostensenkungsmaßnahmen wieder zu alter Ertragsstärke zurückführen können."
Die Aragon AG versteht sich als ein breit diversifizierter Finanzdienstleistungs-Konzern mit den operativen Geschäftsbereichen Broker Pools und Financial Consulting sowie einer operativen Holding. In den operativen Geschäftsbereichen ist die Aragon AG mit mehreren, im Markt eigenständig auftretenden Tochtergesellschaften aktiv. Ziel ist es, verschiedene Vertriebsmodelle unter einem Dach zu integrieren, ohne dem jeweils einzelnen Vertrieb die eigene Identität zu nehmen.
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Der überraschenden Ankündigung in einigen Medien folgte das Dementi. Es hieß, die Skandia (www.skandia.de) werde sich ganz aus Deutschland zurückziehen. Im Mai diesen Jahres hatte der Lebensversicherer, der zur Old Mutual Gruppe (www.oldmutual.com) gehört und hierzulande wegen seiner exzellenten Fonds-Policen geschätzt wird, eine komplette Umstrukturierung angekündigt ("Großes Aufräumen bei der Skandia in Deutschland"). Bereits zum Jahresbeginn waren die zur Gruppe gehörenden Skandia-Gesellschaften in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und Polen zur neuen Geschäftseinheit „Old Mutual Wealth Management Europe" zusammengeführt worden.
Inzwischen wurde auch das LV-Neugeschäft, das in Berlin, dem Deutschland-Sitz der Skandia, komplett eingestellt. „Für Vermittler und Kunden ändert sich bei der Bestandsverwaltung gar nichts: Sie können sich weiterhin auf eine hohe Servicequalität aus Berlin verlassen", sagt Verena Schad (Foto), stellvertretende Pressesprecherin der Europe Old Mutual Wealth Management und auch derzeitige Skandia-Sprecherin. Wie weitere Planungen aussehen und wie es weiter gehen werde, sei noch nicht abschließend geklärt. Im übrigen falle für die Skandia-Mannschaft in Berlin weiterhin ausreichend Arbeit mit der Verwaltung der bisherigen Bestände von circa 360.000 Bestandskunden an. Da werden laut Verena Schad Zuzahlungen und jedwede Bewegung in den Beständen sorgfältig bearbeitet. Auf keinen Fall werde die bisherige große Investment.Kompetenz der Skandia vernachlässigt. „Wir konzentrieren uns weiter auf unsere Stärken im Service", betont die Unternehmenssprecherin. „Vermittler erhalten selbstverständlich vereinbarte Folgecourtage und Bestandspflegevergütungen."
Übrigens besteht die unbestätigte Vermutung, dass die Zentrale künftig in Luxemburg sein werde. Auf die Umsetzung des neuen Geschäftsmodells für den deutschen Markt sollte sich ursprünglich angeblich ein neuer Standort in Stuttgart konzentrieren. Davon ist heute nicht mehr die Rede. „Old Mutual wertet derzeit alternative Vertriebsmöglichkeiten für neue Produkte aus ihrer Gesellschaft in Luxemburg aus", erklärt Verena Schad dazu. (eb / www.bocquel-news.de)
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