4. Oktober 2012 - Der größte Börsengang in Deutschland seit 2007 ist mit dem IPO der Talanx AG zum Wochenbeginn über das Frankfurter Parkett gegangen. - Außerdem meldet die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) den Verkauf ihrer Anteile an der SV SparkassenVersicherung.
Die Talanx AG (www.talanx.de) hat am Montag ihren Börsengang mit der Erstnotierung der Aktie (ISIN DE000TLX1005, WKN: TLX100) an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgreich abgeschlossen. Wie gemeldet wird, startete die Talanx-Aktie mit einem ersten Kurs von 19,05 Euro in den Handel. Damit hat der erste Kurs den Angaben zufolge um rund 4,1 Prozent über dem Platzierungspreis von 18,30 Euro je Aktie gelegen. Herbert K. Haas, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG, läutete den Börsengang auf dem Handelsparkett in Frankfurt persönlich ein, wie das Foto zeigt: Mit dabei auch Talanx-Vorstand Dr. Immo Querner (links) sowie Frank Gerstenschläger von der Deutschen Börse AG (im Foto rechts).
"Für uns alle bei Talanx ist das ein ganz besonderer Tag. Wir erreichen mit der erfolgreichen Erstnotierung unserer Aktie ein Ziel, auf das wir lange und beharrlich hingearbeitet haben. Umso mehr freuen wir uns über das Vertrauen der Investoren", sagte Haas.
Mit einem Gesamtvolumen von rund 817 Millionen Euro bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option ist den Angaben zufolge die Erstnotierung von Talanx der größte Börsengang in Deutschland seit November 2007. Das Gesamtvolumen schließt die Wandlung der seit November 2010 von Meiji Yasuda Life Insurance gehaltenen Nachranganleihe an der Talanx mit einem Volumen von 300 Millionen Euro in Aktien ein. „Falls die Greenshoe Option vollständig ausgeübt wird, liegen damit künftig 11,2 Prozent der Aktien im Streubesitz, 6,5 Prozent bei Meiji Yasuda und die verbleibenden 82,3 Prozent beim HDI V.a.G., der dauerhaft die Mehrheit an der Talanx AG halten wird", sagt der Talanx-Chef.
Wie weiter mitgeteilt wird, gingen rund 97,7 Prozent des Talanx-Emissionsvolumens an deutsche und internationale institutionelle Investoren, rund 2,3 Prozent an Privatanleger.
Der Handel der Talanx-Aktie wurde gleichzeitig an der Börse Hannover aufgenommen.
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Mit dem Eintrag im Handelsregister werden ab sofort alle Sachversicherungen im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft des Talanx-Konzerns von der HDI Versicherung AG (www.hdi.de) angeboten. Die beiden vorherigen Risikoträger HDI Direkt Versicherung AG und HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG wurden für diesen Zweck verschmolzen und anschließend umfirmiert. Gleichzeitig werden weitere HDI-Gerling-Gesellschaften umbenannt, sodass der gesamte Geschäftsbereich künftig einheitlich unter der Marke HDI auftritt.
Damit sei ein weiteres wichtiges Etappenziel des Umbaus im Bereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland des Talanx-Konzerns erreicht, heißt es. Künftig soll nicht nur die Kundenorientierung, sondern auch die Transparenz und Effizienz gesteigert werden. Insgesamt sind Kosteneinsparungen von 245 Millionen Euro pro Jahr geplant, die ab 2016 voll umgesetzt werden sollen.
In der Industrieversicherung bleibt die Marke HDI-Gerling (www.hdi-gerling.de) bestehen. Sie soll künftig für das Renommee eines Global Players stehen.
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Die LBBW Landesbank Baden-Württemberg (www.lbbw.de) hat sich von ihrem 3,1-Prozent-Anteil an der SV SparkassenVersicherung Holding AG (www.sparkassenversicherung.de) getrennt und an die SV Sparkassenversicherung verkauft. Damit sehen die Eigentumsverhältnisse bei der SV SparkassenVersicherung Holding AG mit ihrem Hauptverwaltungssitz in Stuttgart folgendermaßen aus: Sparkassen-Beteiligungen Baden-Württemberg GmbH 63,3 Prozent, Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen 33 Prozent und Sparkassenverband Rheinland-Pfalz 3,7 Prozent.
Über den Verkaufspreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Mit diesem Verkauf hat die LBBW den Angaben zufolge ihr Beteiligungsportfolio erneut verringert und damit eine weitere Zusage ihres EU-Restrukturierungsplans erfüllt.
Auch nach dem Verkauf der Anteile wird die langjährige Zusammenarbeit zwischen der LBBW und der SV fortgesetzt. So werden auch weiterhin SV-Versicherungsprodukte über die Kundenbanken der LBBW (BW-Bank, Rheinland-Pfalz Bank) vertrieben. (eb / www.bocquel-news.de)
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