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Konzepte und Kriterien

Waldbrand auf Hawaii - zweitgrößter den es je gab

14. August 2023 - Der versicherte Schaden durch Waldbrand in Lahaina wird voraussichtlich der zweitgrößte sein, den es je auf Hawaii gegeben hat. Das Feuer soll nur noch an wenigen Stellen schwelen. Insgesamt wurden 2.207 Gebäude beschädigt oder zerstört - mit geschätzten Wiederaufbau-Kosten von 5,52 Milliarden US-Dollar (5,05 Milliarden Euro).

Foto UNSPLASH_eberhard-grossgasteiger-KuF8-6EbBMs.jpg Die zahlreichen Großbrände auf Hawaii sind gelöscht – nur an wenigen Stellen schwelt die Feuerbrut noch. Die US-amerikanische Katastrophenrisikomodelliererin Karen Clark & Company (KCC https://karenclarkandco.com/) veröffentlichte jetzt erste Zahlen zu dem versicherten Gesamtschaden.

Die Daten zeigen, dass 86 Prozent der exponierten Gebäude als Wohn- und 9 Prozent als Gewerbegebäude eingestuft werden, wobei 5,52 Milliarden US-Dollar an Kapital exponiert sind.

Eine Analyse des KCC stellt nun fest, dass sich insgesamt 3.500 Gebäude innerhalb des Brandbereichs befinden. Der Kat-Risiko-Modellierer gibt an, dass er das Feuer weiterhin überwachen und weitere Updates bereitstellen wird, geht aber zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der versicherte Gesamtschaden der zweitgrößte in der Geschichte Hawaiis sein wird.

Es sei zwar schwer zu sagen, wie viel des durch das Feuer verursachten Schadens von Versicherungen gedeckt wird, aber es sei wahrscheinlich ein erheblicher Prozentsatz der Waldbrandschäden. Neben den Kosten für den Wiederaufbau wird es auch Versicherungsansprüche für die Kosten geben, die den Menschen beim Wiederaufbau von Häusern entstehen.

Das Lahaina-Feuer brach am Dienstagabend in der vergangenen Woche aus und beschleunigte sich aufgrund der trockenen Bedingungen, der niedrigen Luftfeuchtigkeit und der Windgeschwindigkeiten von bis zu 60 Meilen pro Stunde schnell. Die Katastrophenrisikomodellierer bei KCC stellen fest, dass es auf der Insel Maui im Frühjahr und Sommer unterdurchschnittliche Niederschläge gab, was zu den trockenen Bedingungen beigetragen hat. So titelt die Zeitung „Welt“: Waldbrand auf Maui ist der tödlichste in den USA seit mehr als 100 Jahren.

Die Behörden auf der Hawaii-Insel Maui gehen davon aus, dass die Waldbrände mindestens 93 Menschen das Leben gekostet haben. In der Küstenstadt Lahaina wächst die Kritik am Katastrophenschutz. Eine Evakuierung wurde womöglich zu spät angeordnet. Mindestens 100 Menschen werden noch vermisst. Mindestens 11.000 Menschen verloren ihre Behausung und wurden durch das Feuer vertrieben.

„Hurrikan Dora, der weit im Süden vorbeizog, und ein Hochdrucksystem im Norden erzeugten ein starkes Druckgefälle, das zu den starken Winden beitrug, die dazu beitrugen, das Feuer schnell auszubreiten", sagt KCC.

Es wird erwartet, dass der Großteil der fast völlig zerstörten Häuser voll versichert ist. Und während das Versicherungsrisiko immer weitgehend auf dem erlittenen Sachschaden basiert, fallen auch Kosten für Aufwendungen für Umsiedlungen und vorübergehende Unterkünfte sowie für den Inhalt von Bauwerken, Schäden an Autos und Ansprüche wegen Rauchschäden an.

Infolgedessen scheint es sehr wahrscheinlich, dass es sich um ein Schadenereignis auf dem Versicherungsmarkt in Milliardenhöhe handeln wird, das auch Auswirkungen auf den Rückversicherungsmarkt haben wird.

Die Ursache der verheerenden Waldbrände auf Hawaii ist noch ungeklärt. (-el / www.bocquel-news.de)

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