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Viridium: Schon jetzt Überschussbeteiligung 2024

3. Mai 2023 - Die Viridium Gruppe, eigenen Angaben zufolge Deutschlands führender Bestands-Spezialist für Lebensver-sicherungen, erhöht zum 1. Januar 2024 deutlich die Überschuss-Beteiligung für die Kund*innen der Proxalto Lebensversicherung und der Entis Lebensversicherung. Das Genehmigungsverfahren mit der Zurich-LV läuft noch.

Dr. Tilo Dresig, seit nicht ganz zwei Jahren CEO der Viridium Gruppe (www.viridium-gruppe.com) mit Sitz im hessischen Neu-Isenburg, eröffnete die Pressekonferenz heute, Mittwoch, mit einem klaren Statement pro Run-off: „Das Geschäftsmodell von Viridium ist ausschließlich darauf fokussiert, bestehende Lebensversicherungen attraktiver zu machen. Wir schaffen damit Mehrwert für unsere Kund*innen und unsere Eigentümer. Nachdem wir in den vergangenen Jahren die Lebensversicherer in unserem Portfolio umfassend neu aufgestellt haben, freuen wir uns sehr, die laufende Mindestverzinsung für viele unserer Kund*innen signifikant erhöhen zu können.“

Momentan steckt Viridium in einem Genehmigungsverfahren, um 720.000 Verträgen mit 20 Milliarden Euro Kapitalanlagen von der Zurich übernehmen zu können.

Nachdem Verbraucherschützer im vergangenen Jahr die Viridium Gruppe mit heftiger Kritik bedachte, weil es zu Problemen beim Viridium-Kundendienst sowie bei Auszahlungen gekommen war, nutzte der Viridium-Chef das Pressegespräch, um sehr früh in Sachen Überschussbeteiligung 2024 Erfolge zu nennen, denn beispielsweise bei der Proxalto, ehemals Generali Leben, erhalten Kunden ab nächsten Januar nun 2,35 Prozent - bisher 1,1 Prozent.

Von der höheren Verzinsung sollen 40 Prozent der Proxalto-Kund*innen v, alle anderen haben bereits höhere Zinsgarantien von bis zu 4 Prozent. Damit erhalten die Kund*innen der Proxalto eine durchschnittliche laufende Verzinsung von 3,02 Prozent, die ebenfalls über dem Marktdurchschnitt liegt.

Ebenso soll es bei der Entis mehr geben. Bei der Entis wird nach bereits zwei durchgeführten Sonderausschüttungen von mehr als 80 Millionen Euro die laufende Mindestverzinsung auf 3,25 Prozent erhöht. Tilo Dresig betonte, dass dies der höchste Wert im deutschen Markt sei. Die durchschnittliche laufende Verzinsung der Entis liegt damit bei 3,75 Prozent. Beide Unternehmen sind Teil der Viridium Gruppe, zu der auch die Heidelberger Lebensversicherung und die Skandia Lebensversicherung gehören.

CEO Tilo Dresig wies darauf hin, dass die Maßnahme mit dem gerade aktuellen vierjährigen Jubiläum der Generali-Leben-Übernahme zusammenfalle.

 Tilo Dresig, Vorstandsvorsitzender der Viridium, sagt dazu: „Das Geschäftsmodell von Viridium ist ausschließlich darauf fokussiert, bestehende Lebensversicherungen attraktiver zu machen. Wir schaffen damit Mehrwert für unsere Kund*innen und unsere Eigentümer. Nachdem wir in den vergangenen Jahren die Lebensversicherer in unserem Portfolio umfassend neu aufgestellt haben, freuen wir uns sehr, die laufende Mindestverzinsung für viele unserer Kund*innen signifikant erhöhen zu können.“

Im Frühjahr 2014 hatte Viridium die Heidelberger Leben übernommen (bocquel-news 2. Oktober 2014 Erster strategischer Meilenstein geschafft). Es folgte im selben Jahr - im Oktober 2014 - die Skandia sowie im August 2017 die ehemalige Protektor – heute Entis. Im April 2019 gelang Viridium die Übernahme der Generali Leben.

Wesentlich für das Geschäftsmodell der Viridium Gruppe ist laut Dresigs Ausführungen die volle Konzentration auf Bestandskund*innen (kein Neugeschäft) und die Nutzung von Skaleneffekten für alle Geschäftsaktivitäten, inklusive einer einheitlichen und nachhaltigen IT-Plattform. Zudem profitiert das Unternehmen immer stärker von den Erfahrungen bisher vollzogener Integrationen.

Mit 3,6 Millionen verwalteten Verträgen und Kapitalanlagen von rund 65 Milliarden Euro (Stand Ende 2022) ist die Viridium Gruppe Deutschlands führender Bestandsspezialist für Lebensversicherungen. Mit dem Geschäftsmodell will sie einen wichtigen Beitrag leisten, dass die private Altersvorsorge mit Lebensversicherungen verlässlich und attraktiv bleibt. Dafür konzentriert Viridium sich zu 100 Prozent auf die Belange der bestehenden Kund*innen und ihrer Verträge. Mit Blick auf die vorliegenden Erfolge scheint dies geglückt zu sein.

Stabilität und Rentabilität der übernommenen Lebensversicherungen erhöhen sich mit der finanziellen und operativen Modernisierung jeweils deutlich, was sich in verbesserten Kennzahlen aller Viridium-Gesellschaften widerspiegelt. In der Folge nimmt auch die Loyalität der Kund*innen zu. Das zeigen die im Branchenvergleich deutlich sinkenden Storno-Quoten.

Tilo Dresig fokussierte sich im Gespräch mit Journalisten auf die größte Gesellschaft der Gruppe, die Proxalto (vormals Generali Lebensversicherung). Seit deren Akquisition im Jahr 2019 hat die Viridium eine Reihe von Verbesserungen vorgenommen, um die langfristige Attraktivität der Verträge und finanzielle Stabilität der Gesellschaft deutlich zu erhöhen. Dazu gehören seit dem Run-off die Reduktion von Kosten für die Kund*innen - und mit Blick auf den schrumpfenden Bestand auch der Schutz vor steigenden Kosten in der Zukunft genauso wie die Neustrukturierung der Kapitalanlagen, die Reduktion bilanzieller Risiken und eine deutliche Steigerung der Solvenz-Quote.

Darüber hinaus wurde bei der Proxalto eine der größten und anspruchsvollsten IT-Modernisierungen in der Geschichte der deutschen Lebensversicherungen umgesetzt: Insgesamt wurden 2,2 Millionen Verträge und 900 unterschiedliche Tarife auf eine neue effiziente IT-Plattform transferiert. Die dafür notwendigen Investitionen in Höhe von 250 Millionen Euro wurden vollständig von Viridium getragen. Diese Kosten wurden nicht – wie sonst in der Branche üblich – mit den Kund*innen geteilt.

Wie es heißt, hat die hohe Komplexität dieser IT-Modernisierung für einzelne Kundengruppen zu temporären, aber spürbaren Einschränkungen im Service geführt. Darauf hatte sich auch die Kritik der Verbraucherschützer gestützt. Aber inzwischen sollen – so betonte Tilo Dresig - die Nacharbeiten in der IT und im Kundenservice sehr weit fortgeschritten sein; die Prozesse laufen zunehmend reibungslos, wenngleich weitere temporäre Auswirkungen im Kundenservice nicht völlig auszuschließen sind. Die Anzahl der Kundenbeschwerden gehe seit dem Hoch im Herbst 2022 deutlich zurück, konstatierte Dresig.

Der Viridium-CEO: „Die Proxalto ist jetzt finanziell und operativ eine auch auf lange Sicht stabil aufgestellte Lebensversicherung. Dies ermöglicht auch die jetzt beschlossene signifikante Erhöhung der Überschussbeteiligung.“ Insgesamt betreut die vor neun Jahren gegründete Viridium Gruppe 3,6 Millionen Versicherungsverträge mit rund 65 Milliarden Euro Kapitalanlagen (Stand Ende 2022).

So hat sich die Viridium Gruppe zu Deutschlands führendem Bestandsspezialist für Lebensversicherungen entwickelt. Mit dem Geschäftsmodell leistet sie einen wichtigen Beitrag, dass die private Altersvorsorge mit Lebensversicherungen verlässlich und attraktiv bleibt. Dafür konzentriert Viridium sich zu 100 Prozent auf die Belange der bestehenden Kund*innen und ihrer Verträge.

Das Unternehmen hat seit seiner Gründung vier Lebensversicherungs-Gesellschaften erworben und in die Gruppe integriert: Heidelberger Lebensversicherung, Skandia Lebensversicherung, Entis Lebensversicherung (vormals Protektor) und Proxalto Lebensversicherung (vormals Generali Lebensversicherung). Im Juni 2022 wurde mit der Zurich Gruppe Deutschland ein Vertrag über den geplanten Erwerb von rund 700.000 Versicherungsverträgen sowie Kapitalanlagen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro geschlossen. Die Transaktion steht jedoch noch unter dem Vorbehalt des Abschlusses aufsichtsrechtlicher Prüfungen.

Dem Abwicklungsspezialisten Viridium verbleiben hierzulande weitere Herausforderungen, so der Viridium Vorstands-Chef. Er bezog sich hier auch auf die neu entstehenden Plattformen wie die der Ergo.

Inzwischen – nach statistischen Kennzahlen – betreiben von den aktuell 80 Lebensversicherern in Deutschland insgesamt 12 kein Neugeschäft mehr. Fünf LV-Gesellschaften mit rund 5,9 Millionen Verträgen befinden sich im internen Run-off. Weitere sieben mit 4,3 Millionen Verträgen sind im externen Run-off.

Insgesamt setzen sich bei Viridium rund 900 Mitarbeiter*innen für die Belange der Kund*innen ein. Gesellschafter der Gruppe sind mit Cinven eine führende internationale Beteiligungsgesellschaft, mit der Hannover Rück der drittgrößte Rückversicherer der Welt und mit der Generali eine der führenden Erstversicherungsgruppen in Deutschland. (-el / www.bocquel-news.de)

 

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