28. August 2025
- Im ersten Halbjahr 2025 lagen die Natur-gefahrenschäden zwar unter dem langjährigen Durchschnitt, bleiben dennoch auf hohem Niveau. Mit rund einer Milliarde Euro Schäden durch Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwem-mungen warnen die Versicherer vor einem gefährlichen Trend: Extremwetterereignisse nehmen langfristig weiter zu.
Laut aktueller Bilanz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (www.gdv.de) summierten sich die versicherten Schäden durch Naturgefahren in den ersten sechs Monaten 2025 auf rund eine Milliarde Euro. Das liegt unter den Werten der Vorjahre und dem langjährigen Mittel, dennoch sei keine Entwarnung angebracht, so der Verband.
Von der Gesamtsumme entfielen etwa 500 Millionen Euro auf Schäden in der Sachversicherung, verursacht durch Sturm, Hagel und Blitz. Weitere 100 Millionen Euro resultierten aus Überschwemmungen und Starkregen. In der Kfz-Versicherung schlugen Stürme und Überflutungen mit 350 Millionen Euro zu Buche. Erfasst wurden Schäden an Wohngebäuden, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie an Fahrzeugen.
„Das erste Halbjahr 2025 war zwar unterdurchschnittlich, was Naturgefahrenschäden angeht. Trotzdem zeigt der langfristige Trend eine deutliche Zunahme an Extremwetterereignissen und Schäden“, erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
Sollten schwere Herbst- und Winterstürme ausbleiben, erwarten die Versicherer für das Gesamtjahr rund 4,5 Milliarden Euro an Naturgefahrenschäden. Das wäre weniger als die bislang prognostizierten 6,3 Milliarden Euro, bliebe aber ein hoher Wert.
Die Branche fordert daher verstärkte Prävention und ein Gesamtkonzept für besseren Schutz. Der GDV weist darauf hin, dass bislang nur gut die Hälfte der Wohngebäude in Deutschland umfassend gegen alle Naturgefahren versichert ist. Angesichts der Risiken sei es notwendig, den Elementarschadenschutz auszuweiten und über Maßnahmen wie eine Opt-out-Lösung oder eine staatliche Rückversicherung zu diskutieren.
„Dauerhafter Schutz für Menschen, Gebäude und Infrastruktur kann nur erreicht werden, wenn Versicherung, Vorsorge und Klimaanpassung Hand in Hand gehen“, betonte Asmussen. Der Verband sieht darin eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe und signalisiert Bereitschaft, aktiv mitzuwirken. (-ver / www.bocquel-news.de)
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