14. August 2014 - Der Unfalltod des früheren Allianz-Deutschland-Chefs Dr. Gerhard Rupprecht überschattet die Nachrichten dieser Ausgabe zu Dr. Jutta Krienke (bisher BCA), Nils Frowein (Swiss Life-Gruppe), Johannes Berger (Südvers Assekuranzmakler) sowie zu Jochen Sanio.
Dr. Gerhard Rupprecht (Foto: Allianz) ist tot. Er ist vergangene Woche beim Bergsteigen in den Alpen tödlich verunglückt. "Alle Allianzer in und außerhalb Deutschlands, und in ganz besonderer Weise die Mitarbeiter und Führungskräfte der Allianz Lebensversicherung sind tief bestürzt über den Unfall von Herrn Dr. Rupprecht", sagt Michael Diekmann, Vorstands-Chef der Allianz SE (www.allianz.com/de). "Wir trauern um einen großartigen Kollegen, einen leidenschaftlichen Mathematiker und einen humorvollen Menschen, dem die Allianz sehr viel zu verdanken hat."
Rupprecht wurde nur 65 Jahre alt. Nahezu sein ganzes Berufsleben war er bei der Allianz, wo der gebürtige Nürnberger bereits 1984 Leiter der Mathematischen Abteilung der Lebensversicherung wurde. 1988 übernahm er die Leitung des Ressorts Tarif- und Rechnungswesen. Gerhard Rupprecht, zuletzt seit 2006 Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland und der Allianz Lebensversicherung war Ende 2010 im Alter von 62 Jahren in den Ruhestand gegangen.
Der promovierte Diplom-Mathematiker gab den Vorsitz der Allianz Deutschland vor vier Jahren Dr. Markus Rieß ab. Dem Vorstand der Allianz SE gehörte er bereits seit 1991 an, als er den Vorstandsvorsitz der Allianz Lebensversicherung in Stuttgart übernahm. Seine Ressortverantwortung bei der Allianz SE für Deutschland, die Schweiz und Österreich übernahm Dr. Werner Zedelius.
Seine Freizeit widmete der Neu-Rentner nach Angaben der Tageszeitung Münchner Merkur vor allem seinem Hobby Bergsteigen. Am vorigen Freitag wollte er demnach mit einem erfahrenen Begleiter die 2.673 Meter hohe Roggalspitze in den Lechtaler Alpen in Vorarlberg besteigen. Doch während des Aufstiegs an der Wand habe sich ein Felsbrocken gelöst, der das Sicherungsseil der Bergsteiger durchtrennte. Rupprecht stürzte rund 100 Meter in die Tiefe und erlag seinen tödlichen Verletzungen.
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Das Handelsblatt (www.handelsblatt.com) berichtet von einem „höchst bemerkenswerten Fall in der deutschen Justizgeschichte". Laut Angaben der Wirtschaftszeitung ermitteln Staatsanwälte gegen den Ex-Bafin-Chef Jochen Sanio (Foto: privat). Der ehemalige Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht wehrt sich Medienberichten zufolge vehement gegen die Vorwürfe.
Sanio, sei im Zusammenhang mit der Schieflage der Privatbank Sal. Oppenheim (www.oppenheim.de) ins Visier der Staatsanwaltschaft Köln geraten, heißt es. Das soll mit einem Kredit der damaligen Sal.-Oppenheim-Tochter BHF-Bank (www.bhf-bank.com) an ihre Mutter zusammenhängen. Sanio ist hier wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Untreue und versuchter Erpressung ins Gerede gekommen. Er stehe im Verdacht, die handelnden Akteure 2009 zu dem möglicherweise rechtswidrigen Kredit gedrängt zu haben. Entsprechende Informationen bestätigte sein Anwalt Ulrich Sommer dem Handelsblatt.
Es sei vor fünf Jahren um einen Liquiditätsengpass gegangen, den es zu überbrücken galt. , drängten Deshalb habe die Kölner Privatbank ihre Frankfurter Tochter BHF gedrängt, ihn kurzfristig mit einem Kredit auszuhelfen. Die BHF Bank soll daraufhin 100 Millionen Euro zur Stabilisierung an Sal. Oppenheim überwiesen haben. Der BHF-Finanzchef Ingo Mandt trat damals zurück, weil er juristische Bedenken wegen des Kredits hatte. Nach Aussagen der BHF-Bank wurde das Geld eine Woche später wieder zurückgezahlt. Medienberichten zufolge will die Kölner Staatsanwaltschaft das jetzt überprüfen.
Sanios Anwalt Sommer hält die Untersuchungen für haltlos. Gegenüber dem Handelsblatt sagte er: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Ermittlungen eingestellt werden." Die Vorgänge, um die es gehe, seien seit langem bekannt. „Da hat man kurz vor der Verjährung noch sicherheitshalber eine Ermittlung eingeleitet", betonte Sanios Anwalt.
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Dr. Jutta Krienke verlässt den Makler-Pool BCA AG (www.bca.de). Sie verlasse das Unternehmen, in dem sie verantwortlicher Vorstand für den Versicherungsbereich, Marketing und IT war, den Angaben zufolge auf eigenen Wunsch, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Grund für die Entscheidung seien unterschiedliche Ansichten in Bezug auf die strategische und operative Ausrichtung des Makler-Pools mit Sitz in Oberursel.
Jutta Krienke war seit Oktober 2012 bei der BCA AG tätig. Ein Nachfolger für sie steht noch nicht fest. In einer Unternehmens-Mitteilung heißt es, dass der Aufsichtsrat ihr Ausscheiden bedauere und sich für die erfolgreiche Arbeit bedanke. „Mit Jutta Krienke verabschieden wir eine Führungspersönlichkeit, die das Versicherungsgeschäft trotz des schwierigen Marktumfeldes und gegen den Markttrend weiter ausgebaut hat, die IT-Services der BCA weiterentwickelt hat und sich in der Öffentlichkeitsarbeit persönlich intensiv für den freien Vermittlermarkt eingesetzt hat", bedauert Rolf Louis, Aufsichtsrats-Chef der BCA, Krienkes Weggang. Sie werde dem Haus BCA AG allerdings bis auf weiteres als Beraterin verbunden bleiben.
Die promivierte Mathematikerin und Literaturwissenschaftlerin war seit zwei Jahren im BCA-Vorstand. Sie hatte das Amt von Roland Roider übernommen, der damals in den Vorstand der Haftpflichtkasse Darmstadt (www.haftpflichtkasse.de) wechselte.
Dem BCA-Vorstand gehören weiterhin der Diplom-Staatswissenschaftler Oliver Lang und der promovierte Wirtschaftsjurist Frank Ulbricht an.
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Johannes Berger (Foto: privat) ist seit Juli 2014 Geschäftsführer der Südvers Assekuranzmakler (www.suedvers.de) mit zusätzlichem Aufgabenbereich. Berger zeichnet jetzt neben der Leitung des Standorts Köln auch für den Ausbau der Vertriebsregion Deutschland West und Mitte des an 14 Standorten in Deutschland, Österreich und Kroatien tätigen Industrieversicherungsmaklers verantwortlich.
Der gebürtige Rheinländer Berger trat 1990 in die Dienste des amaligen Gerling Konzerns ein. Im Juni 1998 wechselte er zur Südvers-Gruppe, bei der er zunächst für die Betreuung anspruchsvoller Industriekunden sowie den weiteren Ausbau des Bestandes verantwortlich zeichnete.
Im März 2005 wurde er Mitglied der Geschäftsleitung mit Gesamtprokura und verantwortet seit Januar 2008 die operative Leitung der Niederlassung Köln mit einem Team von 20 Industrieversicherungsspezialisten.
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Die Swiss Life-Gruppe (www.swisslife.com) beruft Nils Frowein (Foto: Swiss Life), derzeit amtierenden CEO für die Markteinheit International in die Konzernleitung. Der Dipolm-Ökonom erhält Anfang 2015 Sitz und Stimme in der in Zürich ansässigen Konzernleitung. Seit 2008 arbeitet der heute 50-Jährige in unterschiedlichen Schlüsselfunktionen im Unternehmen. Er bringe einen breiten Erfahrungshintergrund in der Finanzindustrie in die Konzernleitung ein, teilt die Swiss Life mit.
Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn war Frowein nach sieben Jahren als Verantwortlicher des Bereich Financial Advisory Services bei der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG (www.bdo.de) im Jahr 2004 zur MLP AG (www.mlp.de) gewechselt. Hier war er als Finanzvorstand für die Bereiche Rechnungswesen und Controlling, Steuern sowie für Allgemeine Verwaltung zuständig. Wie die Swiss Life in ihrer Mitteilung herausstellt, war bei der MLP AG „maßgeblich an den strategischen Weichenstellungen für das Unternehmen beteiligt", sich vor allem auf den Verkauf der MLP Lebensversicherung AG, der Neuausrichtung der MLP Bank AG sowie dem Erwerb der Feri Finance AG bezog.
Mitte des Jahres 2007 schied Frowein bei dem Wieslocher Finanzvertrieb aus und überraschte später mit der Nachricht, dass er Anfang 2008 neuer Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des ehemaligen AWD (heute Swiss Life Select www.swisslife-select.de) wurde. Zu Beginn des Schlussquartals 2008 war Frowein zum COO berufen worden und verantwortete zwischen 2009 und 2010 zusätzlich als CEO das Schweizer Geschäft des Hannoveraner Finanzvertriebs.
Anfang 2013 berief ihn die Swiss Life zum CEO für die Markteinheit International. Darin ist neben dem Bereich vermögende Privatkunden in Europa und Asien auch das internationale Geschäft mit Vorsorge- und Risikolösungen und Finanzberatung mit den Marken Swiss Life, Swiss Life Select (Österreich, Tschechien und Polen) sowie Chase de Vere (Großbritannien). (-el / www.bocquel-news.de)
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