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Konzepte und Kriterien

Noch wenige betriebliche Krankenversicherungen

28. Februar 2013 - Die „betriebliche Krankenversicherung" (bKV) ist laut einer Umfrage der YouGov-Marktforscher vielfach bekannt, stößt aber nur auf geringes Abschlussinteresse. Als Instrument der Mitarbeiter-Bindung gewinnt die bKV in den Firmen trotzdem an Bedeutung.

AG-ZUZAHLUNGFür die Mehrheit (60 Prozent) aller Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern ist die betriebliche Krankenversicherung ein Begriff; doch nur 13 Prozent der Firmen bieten ihren Mitarbeitern zurzeit eine ebensolche an. Dies ist das Ergebnis der repräsentativen Studie „Gewerbekundenmonitor Assekuranz 2012" des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov (www.yougov.de). Für die Studie wurden insgesamt 1.802 Personen, die mit Versicherungs-Angelegenheiten ihres Unternehmens (bis zu 100 Mitarbeiter) betraut sind, befragt.

Die Marktforscher stellten fest, dass neben der betrieblichen Altersversorgung (bAV) auch die betriebliche Krankenversicherung (bKV) in letzter Zeit an Bedeutung gewinnt. Dabei würden Arbeitgeber in die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer mittels Krankenzusatzversicherungen investieren. Die Kosten sowie die Leistungen sind für alle Mitarbeiter gleich - unabhängig von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand. Im Gruppen-Tarif sei die Krankenzusatzversicherung meist auch günstiger, heißt es.

Den Angaben zufolge sind trotz der zunehmenden Bedeutung der bKV von den Unternehmen, die sie nicht einsetzen, nur 5 Prozent willens das Produkt in den nächsten 24 Monaten einzuführen. Grundsätzlich werde die betriebliche Krankenversicherung von vielen Unternehmen (42 Prozent) als attraktive Arbeitgeberleistung angesehen, heißt es. 37 Prozent der befragten Unternehmen würden sogar erwarten, dass sich durch die Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung die Zufriedenheit und die Bindung der Mitarbeiter erhöhen.

Mehr Versicherungen bei den Gewerbekunden
Im Vergleich zu den Vorjahren habe der Besitz an unterschiedlichen Versicherungen bei den Gewerbekunden deutlich zugenommen, teilt das YouGOV-Institut mit. Im Schnitt besitzen demnach die befragten Unternehmen 7,3 Produkte; im Vergleich zum Vorjahr waren es nur 7,1. Die größten Zugewinne fallen auf die Sparten

  • Vermögensschaden-Haftpflicht mit plus 3 Prozentpunkten
  • Rechtsschutz mit plus 3 Prozentpunkten
  • Elektronik mit plus 2 Prozentpunkten
  • Betriebsunterbrechung mit plus 2 Prozentpunkten.

Schaut man auf die langfristige Produktentwicklung seit 2004, ragen nach Mitteilung der Marktforscher insbesondere Sach-Inhalt- (von 76 auf 84 Prozent), Betriebsunterbrechungs- (von 46 auf 53 Prozent), Maschinen- (von 32 auf 38 Prozent) sowie Transportversicherungen (von 13 auf 17 Prozent) heraus. Neben Untersuchungen zum Versicherungs-Produktbesitz gibt der „Gewerbekundenmonitor Assekuranz" ebenfalls Einblick in die Marktanteile der unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften.

Makler mit höchster genereller Akzeptanz
Was die Beurteilung der Vermittler betrifft sehen Gewerbekunden in den letzten Jahren deutlich Verbesserung. Zwar liege in der allgemeinen Betrachtung der Vertriebswege - also inklusive der Unternehmen, die in den letzten zwei Jahren keine neue Versicherung abgeschlossen haben - der Ausschließlichkeits-Vertrieb weiterhin mit 49 Prozent an erster Stelle. Jedoch hole der Makler als grundsätzlicher Vertriebskanal weiter auf und erreicht den Angaben zufolge mit 46 Prozent den höchsten Wert seit Beginn der Untersuchungsreihe im Jahr 2004. In Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern liege der Makler ohnehin schon länger auf Platz eins der Vertriebswege. Ferner liefert die Studie wichtige Erkenntnisse zu den Kundenanforderungen an die Vermittler.

Für die 2012er Ausgabe des Gewerbekundenmonitors wurden folgende Schwerpunkt-Themen untersucht:

  • Vertreterwechsel
  • Anforderungen an den Vertreter

Zukunfts-Trends wie

  • Mobiles Internet
  • Business Continuity Management (BCM)
  • betriebliche Krankenversicherung (bKV)

Versicherungsunterlagen:

  • Papier oder Datei
  • Maschinen-Leasing
  • Telematik.

Für den „Gewerbekundenmonitor Assekuranz 2012" wurden die Versicherer AachenMünchener, Allianz, Alte Leipziger, Arag, Axa, Basler, Concordia, D.A.S., Ergo, Euler Hermes, Generali, Gothaer, HDI-Gerling, Helvetia, Huk-Coburg, Kravag, LVM, Nürnberger, Provinzial, R+V, Roland Rechtsschutz, Signal-Iduna, SV SparkassenVersicherung, Versicherungskammer Bayern, VGH, VHV, Württembergische und die Zurich befragt.

Der YouGov Gewerbekundenmonitor Assekuranz 2012 kostet 7.900 Euro und kann bei der YouGov Deutschland AG in Köln bestellt werden. (eb / www.bocquel-news.de)

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