19. Juli 2010 - Im verflixten 13. Jahr „adoptiert" die Mutter Ergo ihre Lebens- und Sachversicherungs-Töchter und gibt ihnen den Namen Ergo. Betroffen sind die Hamburg-Mannheimer und die Victoria. DKV, D.A.S. und der Reiseversicherer Erv behalten ihre Namen.
Heute startet die Ergo Versicherungsgruppe (www.ergo.de), Düsseldorf, ihre Werbeoffensive für ihren neuen Markenauftritt. „Versichern heißt verstehen." - dieser Leitgedanke der groß angelegten Kampagne rücke Anliegen und Bedarf der Kunden konsequent in den Fokus, heißt es. „Die Menschen werden in den kommenden Wochen und Monaten viel über die Marke Ergo und unsere Unternehmensphilosophie erfahren. Man wird Ergo schon bald als eigenständigen und sympathischen Charakter wahrnehmen", sagt Ergo-Chef Dr. Torsten Oletzky (Foto). Damit der neue/alte „Familienname" Ergo samt Markenauftritt für die Gesellschaften der ehemaligen Hamburg-Mannheimer und Victoria ab heute reibungslos präsentiert werden kann, haben seit Herbst 2009 nur rund ein Dutzend der Ergo-Top-Manager mit Konzern-Chef Oletzky „in geheimer Mission" das Projekt vorangetrieben. Selbst der bisherige Schriftzug der Ergo, der vor dreizehn Jahren als Konzern-Obergesellschaft kreiert und grafisch festgeschrieben worden war, erfuhr eine für Außenstehende kaum feststellbare Abrundung.
Die Namenskampagne war im Februar zunächst beim Direktversicherer der Gruppe, der heutigen Ergo Direkt (www.ergodirekt.de), gestartet worden. Vorangegangen sind für alle Maßnahmen Studien und Umfragen bei Kunden und Mitarbeitern, deren Ergebnisse in die neue Ergo-Markenstrategie einflossen. Im Internet unter www.ergo.de wird die Kampagne - Arbeitstitel „Plädoyer" - weiter geführt. Praktisch kann jeder Nutzer die Website www.millionen-gruende.de anklicken und eigene Aussagen und Meinungen anbringen. „Ein großes Paradigma der Versicherungs-Branche, dass Verbraucher Versicherungen sehr wenig emotional angehen, traf nicht ein", sagte Ergo-Marketing-Direktor Dr. David Strachon (Foto rechts) in einem Gespräch mit Journalisten. Der Verbraucher werde explizit dazu eingeladen, Ergo mit zu gestalten und im Rahmen der Internet-Plattform www.millionen-gruende.de seine Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen direkt an das Unternehmen zu richten.
Mit der Werbekampagne will die Versicherungsgruppe die neue Marke Ergo bundesweit bekannt machen. Seit Juni werden Produkte der Lebens- und Schaden-/Unfallversicherungen unter dem Namen Ergo angeboten. Die Marken Hamburg-Mannheimer und Victoria gingen in der Marke Ergo auf. Die Väter der Namensgebung Ergo vor dreizehn Jahren hatten allerdings nicht vor, Ergo jemals auch als Produktnamen zu nutzen. So ändern sich die Zeiten. Der heutige Konzern-Chef Oletzky gehörte damals noch nicht zur Ergo.
Sichtbar werde die jetzt neue Ergo-Struktur besonders durch ihr neues Erscheinungsbild: Bereits seit drei Wochen erhalten über 10.000 Vermittler das neue Corporate Design. Bis Ende des Monats sollen alle Agenturen umgeflaggt sein.
Das Markenportfolio konsequent gestrafft
Bei der Vielzahl der in Deutschland beworbenen Marken und der Fülle der Werbeträger werde es immer schwerer, mit den eigenen Botschaften durchzudringen, heißt es bei der Ergo. Dies gelte umso mehr, wenn man ein breites Markenportfolio bewerben muss. „Daher haben wir uns entschieden, die Kräfte zu bündeln und mit einer starken Marke in Schaden-/Unfallversicherungen und Lebensversicherungen anzutreten. Damit machen wir unser Unternehmen für unsere Kunden übersichtlicher", sagt Dr. Oletzky. Die Ergo-Kunden würden künftig sehr viel schneller und eindeutiger erkennen, wenn ihnen Produkte aus dem Hause Ergo begegnen.
Neue Transparenz
Diese neue Transparenz sei ein klares Plus. Zumal die Menschen heute zunehmend unterschiedliche Kanäle nutzen, um sich zu informieren und Versicherungen abzuschließen: Nach wie vor natürlich Vermittler, aber auch Banken, Internet oder Telefon. Dieses sich ändernde Verhalten mache einen unverwechselbaren Absender in Zukunft noch wichtiger. Dr. Oletzky: „Der neue Markenname Ergo wird weiterhin für Vertrauen und Kundennähe stehen, dieser Tradition bleiben wir treu."
Was aber geschieht mit den Produktbezeichnungen, die von den Ergo-Konzern-Gesellschaften D.A.S. (www.das.de), DKV (www.dkv.de) und Erv (www.erv.de) laufen. Diese Namen bleiben unangetastet, heißt die deutliche Aussage.
Alle drei seien bekannte Spezialmarken auf dem Gebiet der Rechtsschutz-, Kranken- beziehungsweise Reiseversicherungen. Sie seien in ihren Segmenten überaus erfolgreich und haben jeweils ein unverwechselbares Profil, an dem die Kunden sich zuverlässig orientieren können. „Wir werden diese Markenprofile daher weiter schärfen und ihre Marktführerschaft ausbauen", sagt der Ergo-Chef.
Unterm Strich wurde und wird mit einem Millionen-Etat bei Ergo die Werbetrommel gerührt. Für das Groß-Projekt 360°, zu dem auch die neue Namensgebung gehört, waren 50 Millionen euro angesetzt worden.
Die Neuausrichtung der Kunden- und Vertriebsmedien unter dem Ergo-Dach wurde gründlich und allumfassend ausgelegt:
- 7,5 Millionen Kunden wurden schriftlich über die Namens-Änderung der Risikoträger informiert;
- 8 Millionen Kunden erhielten neue Flyer (Broschüren);
- 2.130 Unterlagen für die einzelnen Versicherungsarten mussten versehen mit neuem Unternehmensnamen neu gedruckt werden;
- 16,2 Millionen Broschüren wurden neu erstellt.
Auch im Internet mussten die Ergo-Leute nahezu alles neu anlegen:
- Über 17.000 Web Pages wurden angepasst;
- 3.200 mobile Web-Portale von Agenturen sowie 120 Portale und so genannte „Special Interest Websites" wurden migriert oder erstellt.
- 100.000 Empfänger erhielten bereits den runderneuerten monatlichen Ergo-Newsletters.
- Mehr als 100 Rechner, formulare und Servicefunktionen mussten angepasst werden.
„Das Geld ist gut investiert, denn mit der neuen Markenstrategie setzen wir auf Wachstum und unterstützen unsere Vertriebe. Mittelfristig bedeutet die Konzentration auf nur eine Marke weniger Ausgaben für Werbung und Marketing. Wir müssen nicht mehr mehrere Marken parallel bewerben, sondern können Marketingbudgets sinnvoll bündeln. Das rechnet sich nicht nur für uns als Unternehmen, sondern auch für unsere Kunden", erklärt Dr. Oletzky.

Die Ergo Versicherungsgruppe, die als Erstversicherer zum weltweit größten Rückversicherer Munich Re (www.munichre.com) gehört, bietet ihre Produkte für Vorsorge und Vermögensbildung sowie für Schaden- und Unfallversicherungen bereits seit Juni 2010 unter dem eigenen Namen in Deutschland an.
Auch der Verbleib von „Herrn Kaiser", der über dreißig Jahre Werbeikone der Hamburg-Mannheimer gewesen ist, ist inzwischen in trockenen Tüchern. Fernsehzuschauer können ihn demnächst als Schiffarzt in künftigen Traumschiff-Episoden wiedersehen. (eb-db / www.bocquel-news.de)
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