24. Juli 2006 - Die widersprüchlichen Umsetzungskonzepte für PKV und GKV zur Gesundheits-Reform diskutieren Experten bei einer Handelsblatt-Tagung (www.konferenz.de/pr-gesundheit) am 31. August und 1. September in Bonn.
In dem von der großen Koalition vereinbarten Kompromiss zur Gesundheitsreform sieht der Vorsitzende des Sachverständigenrats Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup (Foto links) "enttäuschte Hoffnungen und vertane Chancen." Nach seiner Ansicht bleiben besonders die Finanzierungsseite und die Entkopplung der Gesundheits- und Arbeitskosten hinter den Erwartungen zurück. Auf der Handelsblatt Konferenz "Aufbruch in eine neues Gesundheitssystem" am 31. August und 1. September 2006 in Bonn stellt Rürup die Kriterien für ein Reform-Programm vor und begründet seine Kritik am Finanzierungs-Konzept. Weitere Sozialversicherungs-Experten, Politiker und führende Entscheider der Krankenversicherungsträger diskutieren über die Auswirkungen der Reform auf die privaten und gesetzlichen Krankenkassen.
Als Vertreter der Bundesministeriums für Gesundheit stellt Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder das Reformkonzept der Bundesregierung vor und erläutert die Finanzierung und die Anreize für mehr Wettbewerb. Aus Sicht der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) kommentiert Dieter Hebel (Foto links), Vorstandsvorsitzender der Gmünder Ersatzkasse GEK (www.gek.de), die Reformansätze. Welche Marktperspektiven sich für die privaten Krankenversicherung ergeben, erörtert Dr. Volker Leienbach (Foto rechts), Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. (www.pkv.de).Ob der Wettbewerb unter den Krankenkassen durch die Einführung des Gesundheitsfonds angeregt werden kann, ohne dass die privaten Krankenkassen
beteiligt werden, beurteilen viele Experten kritisch. Prof. Dr. Jürgen Wasem (Universität Duisburg-Essen) stellt die Voraussetzungen für einen Vertragswettbewerb zwischen Kassen und Leistungserbringern vor. Wie sich der Vertragswettbewerb aus Sicht der GKV ausgestalten könnte, zeigt Ralf Sjuts, Vorsitzender des Vorstandes Deutsche BKK (www.deutschebkk.de), auf. Die Einsparpotenziale durch die Gründung medizinischer Versorgungszentren sind das Thema von Dr. Jochen Messemer (Foto links), Vorstand der DKV Deutsche Krankenversicherungen AG (www.dkv.de). Einen Überblick über die bisherigen Kooperationen zwischen GKV und PKV im Markt für Zusatzversicherungen gibt der Vorstandsvorsitzende der Barmenia Krankenversicherung a.G., Josef Beutelmann. Über Möglichkeiten, mehr Transparenz bei Angeboten, Leistungen und Abrechnungen zu gewährleisten, referiert Friedrich Schütte, Vorstand der BKK 24 (www.bkk24.de).
Die Teilnahme an der Handelsblatt-Tagung, die von Euroforum (www.euroforum.com) vorbereitet und ausgetragen wird, kostet 1.799 Euro plus Mehrwertsteuer pro Person. (-ver).
Achtung Copyright: Die Inhalte von bocquel-news.de sind nach dem Urheberrecht für journalistische Texte geschützt. Die Artikel sind ausschließlich zur persönlichen Lektüre und Information bestimmt. Abdrucke und Weiterverwendung - beispielsweise zum kommerziellen Gebrauch auf einer anderen Homepage / Website oder Druckstücken - sind nur nach persönlicher Rücksprache mit der Redaktion (info@bocquel-news.de) gestattet.






















