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Hurrikan „Dora“ entfachte vermutlich Feuer auf Hawaii

11. August 2023 - Feuer auf Hawaii! Die verheerenden Waldbrände, die über die hawaiianische Insel Maui hinwegfegten, forderten mindestens 55 Todesopfer. Etwa 1.700 Gebäude wurden zerstört. Die vom Wind gepeitschten Flammen hinterließen die historische Stadt Lahaina, die als Stätte des hawaiianischen Kulturerbes bekannt ist, in Trümmern. Wie steht es um Versicherungen?

„Es handelt sich wahrscheinlich um die größte Naturkatastrophe in der Geschichte Hawaiis“, versuchte Gouverneur Josh Green, die Lage laut https://news.northeastern.edu/contact/) einzuschätzen. Die amerikanische Küstenwache und eine Flotte der US-Marine sind im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Sie werden mittlerweile auch von der hawaiianischen Nationalgarde unterstützt. Infolge der Verwüstung hat US-Präsident Joe Biden den Katastrophenfall ausgerufen.

Auf Hawaii wurden Busch- und Waldbrände diesmal von dem vorbeiziehenden Hurrikan „Dora“ angefacht. Für eine Inselgemeinde wie Maui, die bereits mit einer der höchsten Obdachlosenraten landesweit zu kämpfen hat, hätte die Zerstörung durch die Brände zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können. Hinzu kommt, dass sich die durch Notfälle wie diesen, allein durch ihre geografische Isolation als logistisch besonders schwierig erweist.

Medienberichten zufolge sind jetzt bereits 55 Tote zu beklagen – Tendenz steigend. Etwa 1.000 Menschen werden derzeit auf Hawaii vermisst. 30.000 Menschen wurden evakuiert. Weite Bereiche auf Hawaii und Maui sind derzeit ohne Strom- und Wasserversorgung. Vom amtlicher Seite heißt es, dass es zu früh sei die Höhe der versicherter Schäden zu schätzen. Sicherlich dürften sie aber hoch ausfallen.

Wie Northeastern Global News berichtet, wird selbst mit einer Versicherung die Wiederherstellung der Häuser ein Problem sein. Es gibt oft eine Lücke von etwa 30 Prozent, selbst bei voller Deckung – selbst wenn die Versicherungsgesellschaften davon überzeugt sind, dass diese Brände ein Akt höherer Gewalt waren – gibt es immer noch finanzielle Kosten, die Einzelpersonen tragen müssen.

Dabei muss man bedenken, dass es sich um die Inselgruppe von Hawaii handelt, wo Arbeitskräfte knapp sind. Nach einer solchen Naturkatastrophe ist es sehr schwierig, die Arbeiter und Materialien auf die Insel zu bringen, ohne dass die Preise in die Höhe schnellen.

Angesichts der Lage Hawaiis – etwa 2.200 Meilen vom US-Festland entfernt – werden Notfall- und Katastrophenkräfte allein logistisch mit Problemen konfrontiert, um den Menschen zu helfen.

Die FEMA (www.fema.gov/de) hat Personal zu Katastrophen in den gesamten Vereinigten Staaten – so auch nach Hawaii – entsandt, um Überlebenden ehrenamtlich zu helfen. FEMA bietet Unterstützungsprogramme, Notfallbereitschaft, Reaktions- und Rettungsmaßnahmen. Im Fall von Hawaii werden vorübergehende Unterkünfte geschaffen, für die die ein Zuhause verloren haben. Das sind laut FEMA sekundäre Probleme. Auch hier wird die langfristige Unterbringung ein großes Problem sein und es wird teuer. Die Versicherungen werden nicht die vollen Kosten für die Wiederherstellung abdecken. Außerdem gibt es auf der Insel keinen Platz, auf dem die Arbeiter einfach hereinkommen können. Lastkähne könnten nur eine mögliche Lösung sein.

Problematisch ist auch, dass sich die Insel durch vulkanische Aktivität ausdehnt – dann kühlt sich die Lava ab, wodurch durch neues Land entstehen könnte. Aber nicht wirklich. Mit etwa 200 direkt zerstörten Häusern gibt es etwa 2.000 Menschen in Notunterkünften und anderswo. Auch hier gibt es keinen Platz.

In einem öffentlichen Interview sagte Gouverneur Josh Green, dass sie an übermäßige Regenfälle, Überschwemmungen und andere wasserbedingte Katastrophen quasi schongewohnt seien. Aber ein Hurrikan, der ein Feuer entfacht, stand nicht unbedingt auf ihrer Agenda.

Dies sei jetzt ein sehr klarer Beweis für die Art von Problemen, die Gemeinden im Bereich des Klimawandels haben werden. , wenn Gemeinden, die vielleicht an eine Art von Katastrophe gewöhnt sind – vielleicht Hitze, wenn Sie in Arizona leben, oder Waldbrände in Kalifornien – plötzlich mit einer Katastrophe anderer Art konfrontiert werden.

Im Fall von Hawaii traf nun der vorbeifegende Hurrikan „Dora“ die Menschen dort. Es scheint so, dass die Bewohner mit dieser Katastrophe erstmals von der „normalen“ Hurrikansaison in die Feuersaison übergehen. Und die meisten Gemeinden sind nicht dafür gebaut. Vielen Gemeinden fehlt es an Infrastruktur. Man konnte sich bisher nicht vorstellen, dass man diese Art von Schock (sprich Hurrikan) erleben könnte. (-el / Bericht auf Northeastern.edu / Fotos Unsplash / www.bocquel-news.de)

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