22. September 2011 - Die Direct Line Versicherung AG hat 2010 den Break-even erreicht und so erstmals seit ihrem Markteintritt in Deutschland im Jahr 2002 kostendeckend gearbeitet. Trotzdem durchbricht der Kfz-Direktversicherer mit einer neuen AWD-Kooperation sein bisheriges Vertriebs-Konzept.
Mit einem Gewinn von 0,7 Millionen Euro vor Abführung der Gewinne führt das in Teltow bei Berlin ansässige Unternehmen Direct Line Versicherung AG (www.directline.de) den Trend der letzten Jahre fort und erreicht damit erstmals den Break-even nach HGB (Handelsgesetzbuch). „Produktinnovationen und eine kundenorientierte Servicestrategie sind die Erfolgsfaktoren, die Direct Line gegen den Markttrend auf Kurs halten", sagt Uwe Schumacher, Direct-Line-Chef in Deutschland. Bisher setzte die Nummer 3 unter den Kfz-Direktversicherern in Deutschland auf den Vertrieb über Internet, Telefon und Post. Wie die Financial Times Deutschland (www.ftd.de) berichtet, hat die Direct Line Versicherung AG ihr striktes Vertriebswege-Konzept aufgeweicht. Neuerdings verkauft der Hannoveraner Finanzvertrieb AWD (www.awd.de) über eine eigene Software des Vertriebs oder per Telefon Autoversicherungen der Direct Line.
Bisher wenig bekannt war, dass Direct Line hierzulande auch schon über Renault-Nissan-Händler und den Finanzvertrieb MLP (www.mlp.de) Policen an Kraftfahrzeughalter verkauft worden sind. Dabei werde es auch neben der AWD-Kooperation weiterhin bleiben.
Das Unternehmen Direct Line, das bereits 1985 von vier jungen Männern in Croydon bei London als erste Direktversicherung Großbritanniens gegründet worden war, sollte den Autoversicherungsmarkt revolutionieren. Der Direktversicherer mit dem roten Telefon als Markenzeichen wuchs zur größten Autoversicherung in Großbritannien heran. Die Unternehmensphilosophie, Kfz-Versicherungs-Policen ohne Makler und Vermittler an den Autofahrer zu bringen, sollte in Großbritannien aufgehen. Ohne die sonst fälligen Provisionen für den Vertrieb konnten die Beiträge kostengünstiger kalkuliert werden.
In Deutschland dauerte es jedoch länger, bis das Konzept griff. Der Versicherer, der zur Royal Bank of Scotland / und gehört heute zur RBS Insurance Gruppe gehört, wächst zwar auch hierzulande stark im hart umkämpften und stark fragmentierten Markt und versichert in Deutschland bereits 450.000 Fahrzeuge; doch die Kosten für Werbung in Zeitungen, dem Fernsehen und im Internet hebelten den ursprünglich preiswerteren Vertriebskanal aus.
Der Deal mit den Finanzvertrieben werde sich auszahlen, ist man sich bei Direct Line in Teltow sicher. „AWD dürfte von Direct Line rund 6 Prozent der Beiträge als Provision bekommen", heißt es dazu in der FTD.
„Auf lange Sicht erkennen wir ein enormes Wachstumspotenzial in unserem Geschäftsmodell als Direktversicherer. Wir sind auf Kurs und verfügen über eine solide Kapitaldecke. Die Konzentration auf die Kernkompetenz als Kfz-Versicherer bestimmt die Entwicklung der Produkte und Prozesse, die einer konsequenten Kundenfokussierung folgen. Einfachheit und Transparenz bilden gemeinsam mit dem Ohr am Kunden unser Leitmotiv und prägen unser unternehmerisches Handeln", beschreibt Uwe Schumacher (Foto) die weiterhin geltende inhaltliche Ausrichtung des Direktversicherers. Der anhaltende Erfolg von Produkten wie dem „Zweitwagentarif" ("Gegen den Trend gewachsen") oder der 2010 neu eingeführten „Vollkasko Spar" ("Abgespeckte Vollkasko für Gebrauchtwagenfahrer") würden diese Perspektive bestätigen, heißt es weiter.
Im Geschäftsjahr 2010 verzeichnete Direct Line Deutschland eigenen Angaben zufolge ein deutliches Plus bei Neugeschäftsverträgen (21 Prozent). Zudem hätten sich die Brutto-Beitragseinnahmen auf 150,6 Millionen Euro erhöht. Auch die Zahl der Mitarbeiter weise mit jetzt 350 Angestellten ein Wachstum auf. Die Direct Line AG sieht sich als Vorreiter der Branche, da sie seit Jahren insbesondere auch durch Online- und Social-Media-Aktivitäten in einen kanalübergreifenden, serviceorientierten Dialog mit dem Kunden stehe.
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