13. November 2024
- Noch vor Beginn des offiziellen Wahlkampfs machen die Bundestagsparteien davon Gebrauch, das plötzliche Ampel-Aus zu kommentieren – dies vor allem auch mit Themen, die die Assekuranz angehen. Mit Blick auf die Fakten erläutert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern das renten-politische Wahlkampfmanöver des Bundeskanzlers.
Klaus Morgenstern, Finanzfachjournalist und Sprecher des DIA Deutsches Institut für Altersvorsorge GmbH (www.dia-vorsorge.de) greift das rentenpolitische Wahlkampfmanöver des Bundeskanzlers auf. Er schreibt auf www.dpn-online.com/: Das politische Trauerspiel rund um die Regierungskrise verlagere sich nunmehr in den Wahlkampf. So behauptete der Bundeskanzler kürzlich, Christian Lindners Vorschläge zur Rentenreform führten zu Rentenkürzungen. Das wiederholte Olaf Scholz auf Nachfrage am Sonntagabend in der ARD und war unter anderem einer seiner Begründungen für den Rauswurf des mittlerweile ehemaligen Finanzministers.
„Das stimmt nicht“, sagt Klaus Morgenstern. Mit Blick auf die Fakten erklärt der Altersvorsorgeexperte vom DIA: „Lindners Vorschläge beinhalteten, den Demografiefaktor in der Rentenformel beizubehalten, der bewirkt, dass Renten im Vergleich zu Löhnen langsamer steigen. Kürzungen standen dabei nicht zur Debatte. Der Demografiefaktor selbst war bis vor Kurzem noch ein gemeinsamer Nenner beider Parteien.“
Wie dpn weiter berichtet, ist dieser politische Schlagabtausch aus Morgensterns Sicht mehr als ein Wahlkampfmanöver. Für Millionen von Bürgerinnen und Bürgern, die auf eine gerechte und zukunftssichere Altersvorsorge hoffen, habe das konkrete Konsequenzen. Durch den Bruch der Ampel-Koalition liegt das Rentenpaket II vorerst auf Eis. Und damit stehen auch zwei andere, positiv angesehene Projekte im Bereich Altersvorsorge auf der Kippe: das Betriebsrentenstärkungsgesetz II und die Reform der geförderten Altersvorsorge, die unter anderem das vielversprechende Altersvorsorgedepot vorsahen.
Die CDU dürfte im Bundestag „wohl eher nicht“ für dieses Rentenpaket II stimmen. Ein rentenpolitischer Kurswechsel, der auf Ehrlichkeit und Generationengerechtigkeit setzt, ist wichtiger denn je, heißt es vom DIA. Während die SPD den Wahlkampf mit irreführenden Aussagen einläutet, bleiben die entscheidenden Fragen zur Rentenpolitik offen. (-el / www.bocquel-news.de)
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