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Namen und Nachrichten

Branchensplitter und digitale Neuigkeiten

20. Juli 2017 - Nichts geht mehr ohne Digitalisierung. Das beweisen immer mehr Versicherer und Finanzdienstleister – seien es die uniVersa, die Hertel Versicherungen oder die Versicherungsgruppe BGV. Außerdem bündelt die MLP AG ihr Gewerbegeschäft. Die Beazley Group und der Rückversicherer sorgen auch für Neuigkeiten.

Die uniVersa (www.universa.de) führt den elektronischen Antrag ein. Dafür baut der Versicherer aus Nürnberg sein ganzheitliches Beratungstool, den Versicherungs- und Vorsorge-Check (VVC), weiter aus. Darüber kann der eigene Außendienst eine bedarfsgerechte Beratung am Tablet durchführen, die sich an den Zielen und Wünschen des Kunden orientiert und dessen finanzielles Umfeld und Vorsorgeansprüche berücksichtigt.

„Nach der Angebotsphase ist jetzt ein digitaler Abschluss mit einer elektronischen Unterschrift im Antrag rechtssicher und ohne Medienbruch möglich“, sagt uniVersa-Pressesprecher Stefan Taschner. Seinen Angaben zufolge wurde dazu im VVC eine zertifizierte Software integriert, die alle datenschutzrechtlichen und IT-Sicherheitsstandards gewährleistet. Neben dem Antrag kann auch die Beratungsdokumentation elektronisch unterschrieben und digital übermittelt werden.

Mit dem Ausbau des VVC setzt die uniVersa ihre Digitalisierungsstrategie fort. Ziel ist es, Vermittler mit moderner Vertriebstechnik im Beratungsprozess zu unterstützen und ihnen den Beratungsalltag zu erleichtern. Durch die Archivfunktion sind die Unterlagen geräteunabhängig aufrufbar und können im Beratungsgespräch individuell geändert werden. Der endgültige Antrag kann danach per Smartphone oder Tablet elektronisch unterschrieben und übermittelt werden. Damit ist ein papierloser und ortsunabhängiger Abschluss möglich.

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Die Hertel Versicherungen (www.hertelversicherungen.de), Anbieter von Netto-Tarifen, bringen einen neuen digitalen Risiko-Check für Verbraucher auf den Markt, den aber auch Vermittler im Gespräch mit ihren Kunden nutzen können. Wie Unternehmens-Chef Achim Hertel mitteilt, kommt der Risiko-Check ohne Speicherung persönlicher Daten aus – ist anonym, kostenfrei und unverbindlich. Demnach erhält der Verbraucher einen auf seine persönliche Lebenssituation und sein finanzielles Limit abgestimmten Vorschlag zu den – für ihn – wichtigsten Versicherungen.

Wie das funktioniert, erklärt der ehemalige Vorstand der öffentlichen Versicherer und jetziger Chef eines eigenen Unternehmens, Dr. Achim Hertel, ohne Umschweife: Einfach auf www.hertelversicherungen.de/risikocheck/ klicken und ein paar einfache Fragen beantworten, wie Alter, Familienstand und das mögliche Budget für Versicherungen. Der Fragebogen soll in fünf Minuten ausgefüllt sein. „Das Ergebnis der Online-Auswertung wird sofort angezeigt und kann als pdf ausgedruckt werden. Einfacher geht’s nicht.“

Dr. Achim Hertel sagt, dass das Verfahren „absolut objektiv“ ist: Die Priorisierung der empfohlenen Versicherungen ermittelt ein Algorithmus aus der Kombination von maximaler Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Obendrein werden die monatlichen Kosten berücksichtigt. Sollte etwa die Bedeutung zweier Versicherungen annähernd gleich eingestuft werden, erhält diejenige mit dem günstigeren Beitrag den Vorzug. Deshalb sind die in der persönlichen Auswertung unter dem Strich aufgeführten Versicherungen auch nicht zwangsläufig überflüssig. Sie rutschen womöglich bloß wegen des erschöpften Budgets nach unten. Der Kunde weiß in jedem Fall, welche Versicherung als nächstes für ihn sinnvoll wäre.

Über sein von ihm geführtes Maklerhaus mit langjähriger Expertise im Versicherungsbereich sagt Hertel: „Unsere Firma vermittelt Versicherungen netto für Privat- und Geschäftskunden. Unsere Spezialität ist die online Vermittlung von provisionsfeien Versicherungen – ohne versteckte Kosten. Bei uns erhält der Kunde volle Transparenz. Er zahlt provisionsfreie Versicherungsbeiträge und eine geringe Servicepauschale an uns. Wir nehmen keinerlei Vergütung von den Anbietern.“

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Die Versicherungsgruppe BGV / Badische Versicherungen (www.bgv.de) hat mit dem Münchner Start-up ThinxNet (www.thinxnet.com) eine Kooperation geschlossen, um das Autofahren effizienter und sicherer zu machen. Als Teil der digitalen Agenda öffnet der Versicherer mit dem Produkt TankTaler der ThinxNet GmbH für seine Kunden den Weg in Richtung SmartCar, denn mit dem TankTaler-Stecker und der App soll fast jedes Fahrzeug zum Connected Car werden. BGV-Versicherte profitieren durch die Kooperation zukünftig unter anderem von Funktionen wie einem automatischen Notruf oder einer integrierten Schadensmeldung.

„Die Ziele unserer Unternehmen passen sehr gut zusammen: Wir wollen die Verkehrssicherheit und ökologisches Fahren fördern", sagt Raimund Herrmann, Vorstandsmitglied des BGV. „Gemeinsam mit ThinxNet wollen wir neue Maßstäbe in der Mobilität und in der Kfz-Versicherung setzen." Dazu machte die BGV Gruppe im kommenden Jahr einen innovativen Kfz-Tarif auf den Markt bringen. Der Kunde kann dabei die Höhe des Versicherungsbeitrages selbst bestimmen – einfach durch die Menge an Kilometern, die er monatlich fährt. Er werde finanziell belohnt, wenn er sein Auto stehen lässt.

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Der Finanzdienstleister MLP (www.mlp.de) beabsichtigt jetzt, den Bereich Sachversicherung für Gewerbekunden zu stärken. Mit der Übernahme der Domcura Gruppe (www.domcura-ag.de) im Jahr 2015 hatte MLP neben dem Hauptgeschäft als Assekuradeur auch einige Makler im Bereich der gewerblichen Sachversicherung erworben. Diese Firmen wurden weiterentwickelt und nun in der nordias GmbH (www.nordias.de) gebündelt, in der auch alle anderen Aktivitäten der MLP Gruppe für gewerbliche Sachversicherung aufgehen. Künftig ist die nordias GmbH direkt unterhalb der Holding aufgehängt (siehe Abbildung).

Zusammen genommen erzielen die Makler der nordias Gruppe ein jährliches Prämienvolumen von rund 25 Millionen Euro. „Wir wollen den Bereich gewerbliche Sachversicherung noch ausbauen und sind offen für Akquisitionen weiterer Makler“, sagt Manfred Bauer, Mitglied des Vorstands bei MLP. MLP hatte im August 2015 die Domcura Gruppe für 18 Millionen Euro übernommen und das Geschäft seitdem erfolgreich ausgebaut. Das Segment Domcura kam 2016 auf Gesamterlöse von 73,9 Millionen Euro und erzielte ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 3,0 Millionen Euro.

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Noch bevor der Brexit Alltag wird - vom Rück- zum Erstversicherer: Für diese Umwandlung bekam jetzt die britische Beazley Group (www.beazley.com) grünes Licht von der irischen Zentralbank. Der Hintergrund: 2009 hatte das Unternehmen in Dublin die Beazley Reinsurance Designated Activity Company für interne Transaktionen gegründet. Als Insurance Company behält der Spezialversicherer nun trotz Brexit die Möglichkeit, Geschäft in der Europäischen Union zu zeichnen. Man habe längst vor der „Brexit-Gefahr“ entschieden, Beazley Re in Irland zu lokalisieren, weil man nach Unternehmensangaben schon länger die Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Europageschäfts im Fokus hatte. „Pläne für die Jahre 2015 und 2016, das Wachstum durch die Sachversicherung zu stärken, gingen dem britischen Referendum zum Rücktritt aus der EU weit voraus”, erklärt Beazley in einer offiziellen Stellungnahme. Nach der Umfirmierung werde man in den kommenden Monaten Büros im Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Spanien eröffnen.

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Scor (www.scor.com), die Nummer 5 der weltweit größten Rückversicherer, will weiter wachsen. Das französische Unternehmen hat sich nun mit der Fédération nationale de la Mutualité Française (www.mutualite.fr) und dem Autoversicherer Matmut (www.matmut.fr) auf einen Kauf aller Anteile an dem Rückversicherer MutRé (www.mutre.fr) geeinigt. Wenn die Aktionäre der MutRé, die immerhin 15 Prozent der Anteile halten, dem Vorhaben zustimmen, kann der Deal 2018 zustande kommen. Scor besitzt bereits 33 Prozent am Unternehmen. Seit der Gründung im Jahr 1998 versteht sich Scor als technischer und kommerzieller Partner der MutRé. Über den Kaufpreis wird nichts bekannt gegeben. (-el / www.bocquel-news.de)

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