17. April 2023 - Der Kauf eines neuen Autos – ein Entschluss mit Haken und Ösen: E-Auto oder Hybrid oder gar nochmals ein Pkw mit dem vertrauten Verbrenner-Motor? Die Analysten von Moody’s zeigen Argumente auf, die zunächst für Privat- und gewerbliche Kfz-Versicherer wichtig sind, da für sie weniger Unfällen prognostiziert werden.
Viel Bewegung auf dem Automobil-Sektor: Der Einsatz autonomer Fahrzeuge (E-Autos) nimmt zu. Langfristig – so die Analysten von Moody's (www.moodysanalytics.com/) – ist die Kfz-Versicherungsbranche jedoch Risiken ausgesetzt, weil sich der Versicherungsbedarf in den kommenden Jahrzehnten verringern werde. Bei Moody's geht man davon aus, dass autonome und andere intelligente Autotechnologien die Häufigkeit von Unfällen deutlich reduzieren werden, was die Rentabilität der Versicherer steigern wird.
Laut Moody's sind Fahrzeuge mit Level-2-Autonomie (Teilautomatisierung, mit ständiger Fahrerüberwachung) bereits von vielen Autoherstellern für die Öffentlichkeit verfügbar, wobei der deutsche Riese Mercedes-Benz kürzlich die Zulassung für Level-3-Autonomie (freihändiges Fahren unter bestimmten Bedingungen) erhalten hat.
Die Analysten der Ratingagentur gehen davon aus, dass sich die autonomen Technologien weiter verbessern werden und die Verkäufe autonomer Fahrzeuge der Stufe 3+ in den kommenden zehn Jahren steigen werden. Angesichts des durchschnittlichen Fahrzeugalters in den USA von etwas mehr als 10 Jahren könnte eine Umstellung der Fahrzeugflotte auf vollständige Autonomie jedoch lange dauern.
„Obwohl die US-Autoversicherer in den letzten zwei Jahren aufgrund höherer Autoreparaturkosten und Gebrauchtwagenpreise schwache Gewinne erzielt haben, erwarten wir, dass die Verlustkosten der Versicherer allmählich sinken werden, wenn intelligente Technologien besser werden“, heißt es bei Moody’s.
Mit der zunehmenden Verbreitung fortschrittlicher autonomer Fahrzeuge werde die Unfallhäufigkeit im Laufe der Zeit wahrscheinlich stark sinken und letztendlich zu deutlich niedrigeren Schadenkosten und Prämien für Autoversicherer führen. Auch die Gewinne dürften zurückgehen, da die meisten Versicherer Gewinnziele in Prozent der Prämien festlegen.
Die Analysten geben an, dass Regulierungsbehörden, Gesetzgeber und Gerichte wiederum bestimmen müssen, wie die Haftung für Unfälle, die durch autonome Fahrzeuge verursacht werden, zwischen Automobilherstellern, Technologieunternehmen, Fahrern und ihren Versicherern aufgeteilt wird. Die Moody's-Analysten sehen für künftig Zeiten zwar eine geringere Nachfrage nach spezifischen Kfz-Versicherungen wie der Produkthaftung für Autohersteller, die allerdings bestehen bleiben könnte.
Schließlich heißt es in einem aktuellen Bericht von Moody’s: „Da die Veränderungen in der Kfz-Versicherungsbranche schrittweise erfolgen werden, glauben wir, dass innovative Versicherer in der Lage sein werden, ihre Geschäftstätigkeit und Bilanzen an diese sich ändernden Umstände anzupassen. - Fundamentale Kreditstärken, einschließlich Innovation, Anpassungsfähigkeit und starke Finanzkennzahlen, tragen dazu bei, langfristige Risiken auszugleichen." (-el / www.bocquel-news.de)
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