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Auf den richtigen Rechtsschutz kommt es an

17. September 2019 - Wer bietet die beste Rechtsschutzversicherung? Das Magazin Wirtschaftswoche veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe dazu ein Ranking, welches das Analysehaus Morgen & Morgen erarbeitet hat. Bei Tarifen von 23 Versicherern standen Advocard und Arag hier speziell ganz oben in der Gunst der Experten.

Gutes Recht hat seinen Preis. Das stellten wieder einmal die Analysten von Morgen & Morgen (www.morgenundmorgen.de) fest. Ob Ärger mit dem Arbeitgeber oder dem Vermieter – dazu braucht man meistens einen Rechtsanwalt, zumal wenn die streitenden Parteien vor Gericht lande. „Gut, wenn man gegen dieses Risiko versichert ist“, heißt in dem Magazin Wirtschaftswoche (www.wiwo.de) zum Thema Rechtsschutzversicherung.

Die richtige Versicherung zu finden, ist aber gar nicht so einfach. „Die Rechtsschutzversicherung ist nur eine vermeintlich simple und leicht verständliche Versicherung“, sagt Wilfried Schwarzer, Versicherungsexperte des Analysehauses M&M Morgen & Morgen. „Sie besteht aus vielen verschiedenen Leistungsbausteinen, die es abgestimmt auf die eigene Risikosituation sinnvoll zu kombinieren gilt.“ Zu diesen Leistungsbausteinen zählen laut Schwarzer neben dem Arbeitsrechtschutz, unter anderem Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz für Eigentümer und Mieter, aber auch Verkehrs- oder Schadenersatzrechtsschutz. „Eine solche Police wird sehr individuell auf den Verbraucher zugeschnitten“, sagt Schwarzer. Er warnt Verbraucher davon, solche Versicherungen ohne Beratung im Internet abzuschließen.

Ein gemeinsames Rating von Morgen & Morgen und der WirtschaftsWoche soll Orientierung im Tarifdschungel bringen. Die Analysten haben für Musterfälle die besten Tarife gekürt. Als entscheidende Kriterien kristallisierten sich der Umfang des Versicherungsschutzes, die Individualität der Policen, aber auch die mögliche Selbstbeteiligung und natürlich die Höhe der Prämie heraus. Die Tarife mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis wurden ausgezeichnet.

Mindestens 40 Punkte und ein „sehr gut“ erhielten in dem Ranking von Wiwo und M&M:

  • Advocard Rechtsschutz-Versicherung AG, Tarif „360 Grad“, 47 Punkte;
  • Arag Allgemeine Versicherungs-AG, „Aktiv-Rechtsschutz Premium Flex“, 44 Punkte;
  • Itzehoer Versicherung / Brandgilde von 1691 Versicherungsverein a.G., „comfort erweiterte Leistung“, 44 Punkte:
  • Ergo Versicherung AG, „Premium-Rechtsschutz“, 42 Punkte;
  • WGV-Versicherung AG, „Optimal unbegrenzt“, 40 Punkte

Rechtsschutz Top-Tarife

Musterfall: 51-Jähriger Manager in Führungsposition, verheiratet mit zwei Kindern.
Die Frau arbeitet als freiberufliche Fotografin. Ein Kind studiert in einer anderen Platz, das zweite geht noch zur Schule. Neben der Immobilien in einer gehobenen Wohngegend in Mitteldeutschland hat die Familie noch ein Ferienhaus an der Ostseeküste.

Anbieter
Tarifbezeichnung

Prämie
(in Euro)

SB-
Punkte

Prämien-
punkte

Bedingungs-
punkte

Gesamt-
punkte

Rang
Note

Advocard
360 Grad

388,24

1

5

41

47

1
Sehr gut

ARAG
Aktiv-Rechtsschutz Premium Flex

492,78

1

1

42

44

2
Sehr gut

Itzehoer
comfort erweiterte Leistung

443,68

1

3

40

44

2
Sehr gut

D.A.S.
Premium-Rechtsschutz

425,65

1

3

38

42

3
Sehr gut

WGV
Optimal unbegrenzt

349,82

1

5

34

40

4
Sehr gut

Roland
Rechtsschutz-Plus unbegrenzt

365,31

0

5

34

39.00

5
gut

NRV
TOP XXL All-in

395,46

0

5

33

38.00

6
gut

Nürnberger
TOP XXL All-in

395,46

0

5

33

38.00

6
gut

Auxilia
JURPRIVAT

279,83

0

5

31

36.00

7
gut

DMB
Prestige mit Cyber-Rs

379,29

0

5

30

35.00

8
gut

Concordia 
Privat-Plus

368,07

0

5

29

34.00

9
gut

Badische Rechtsschutz
EXKLUSIV proComfort

305,89

1

5

27

33.00

10
gut

VHV
Klassik-Garant mit Baustein Flexibilität+Exklusiv

391,90

0

5

27

32.00

11
gut

DEVK
Premium-Schutz

278,66

0

5

26

31.00

12
gut

Prämienpunkte:
bis 399 Euro: 5 Punkte
400 - 450 Euro: 3 Punkte
451 - 500 Euro: 1 Punkte
über 501 Euro: 0 Punkte

Wichtig neben der Vereinbarung der Bausteine Privat – Beruf – Verkehr war auch die Mitversicherung aller von der Familie selbstgenutzten Wohneinheiten sowie eine Absicherung der selbständigen Tätigkeit der Ehefrau.
Die Schulnoten ergeben sie wie folgt:
50 - 40 Punkte: sehr gut
39 - 30 Punkte: gut
29 - 20 Punkte: befriedigend
19 - 15 Punkte: ausreichend
Für die Vereinbarung eines „fallenden“ Selbstbehaltes bei einem schadenfreien Verlaufes wurde ein extra Punkt vergeben.
Falls der Versicherer eine pauschale Mitversicherung von allen selbstgenutzten Wohneinheiten tariflich nicht vorgesehen hat, wurden die drei selbstgenutzten Wohneinheiten separat berechnet.

Stand: September 2019
Quelle: Morgen & Morgen (M&M)

Ein „Muss“ einer Rechtsschutzversicherung besteht nach Ansicht der Verbraucherschützer nicht. „Dennoch kann ein solcher Schutz zu Verfolgung rechtlicher Interessen für jeden sinnvoll sein - oder diese erst ermöglichen“, sagt Philipp Opfermann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Laut des statistischen Bundesamtes gab es 2017 vor den Zivilgerichten etwa 1,25 Millionen Gerichtsverfahren in der ersten Instanz - eine stattliche Anzahl von Streitfällen. Nicht erfasst sind hier aber die Vergleiche, die gerade im Arbeitsrecht üblich sind. Trotzdem hat sich nur knapp die Hälfte der Haushalte nach Angaben des GDV Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gegen mit einer Rechtsschutzversicherung abgesichert.

Wie es heißt, deckt eine Rechtsschutzversicherung alle für den Versicherungsnehmer anfallenden Kosten im Rahmen eines Rechtsstreits ab. Dazu zählen die gesetzlichen Anwaltsgebühren, die Gerichtskosten, die Zeugenentschädigungen und gerichtliche Sachverständigenhonorare, Kosten des Gegners, soweit der Versicherte sie übernehmen muss, auch die Kosten für Mediationsverfahren und in bestimmten Fällen auch die reine Beratung durch einen Rechtsanwalt. „Bestimmte Bereiche sind besonders ‚streitträchtig‘, wie beispielsweise Arbeitsrecht, Mietrecht oder Verkehrsrecht“, sagt Carla Burmann, die den Arbeitskreis Rechtsschutzversicherung der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) leitet. Demnach würde sich hier eine Police für Privatpersonen besonders anbieten. „Die Kosten werden jedoch nur bis zur Höhe der jeweils vereinbarten Versicherungssumme übernommen“, ergänzt Carla Burmann. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche. (-el / www.bocquel-news.de)

 

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