9. Juli 2009 - Nach gerichtlichen Querelen um die vermeintliche Unabhängigkeit von AWD und DVAG meldet der Finanzvertrieb aus Hannover einen Schulterschluss für die betriebliche Altersvorsorge (bAV) der Mitarbeiter des Fußballbundesligaclubs BVB Dortmund.
„AWD und BVB leben Partnerschaft. Wir bieten unser Know-how in Fragen von Altersvorsorge und Absicherung und die Borussia bietet uns ausgezeichnete Möglichkeiten, unsere Dienstleistung einem breiten Publikum zu zeigen", erklärt Dr. Rolf Wiswesser (Foto), Vorsitzender der Geschäftsführung AWD Deutschland GmbH.
Zuletzt hatten die beiden Finanzvertriebe AWD (www.awd.de), Hannover, und DVAG (www.dvag.de), Frankfurt, mit ihrer gerichtlichen Auseinandersetzung um ihre vermeintliche Unabhängigkeit von sich Reden gemacht. Heute geht es wieder ums Geschäft. Der AWD entwickelt ab sofort für die Mitarbeiter des Fußballbundesligaclubs BVB Dortmund maßgeschneiderte betriebliche Altersvorsorgelösungen (bAV).
Gerichtlich gegen „unabhängig" vorgegangen
Die beiden Schwergewichte unter den Finanzvertrieben, die DVAG mit ihrem Gründer und Chef Reinfried Pohl - vornehmlich im Dienste der Generali-Tochter AachenMünchener (www.aachenmuenchener.de) - sowie der AWD mit seinem Gründer und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Carsten Maschmeyer, haben sich im harten Konkurrenzkampf nichts geschenkt. Beide werben mit unterschiedlichen Marketing-Strategien als größte und unabhängige Finanzdienstleister - sei es in Deutschland oder Europa. Als Carsten Maschmeyer schließlich „sein Baby", den AWD an den Swiss Life Konzern (www.swisslife.com) in Zürich verkaufte, sah man bei der DVAG das Recht auf ihrer Seite, das Attribut „unabhängig" in den Werbeaussagen des AWD gerichtlich anzuzweifeln. Mit Erfolg.
Vor dem Landgericht Hannover siegte die DVAG: Bei Androhung eines Ordnungsgeldes von 250.000 Euro oder einer Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten darf der AWD nicht mehr als „unabhängiger Finanzoptimierer" werben. Doch damit ist der Streit noch nicht beendet.
AWD konterte mit Klage gegen die DVAG
Der AWD setze der Klage aus Frankfurt eine Gegenklage entgegen - und ebenfalls obsiegt. Bei Androhung einer identischen Strafe darf die DVAG nicht mehr behaupten, die „weltweite Nummer eins der eigenständigen Finanzvertriebe" zu sein. Der Streit schwelt weiter.
AWD stürmt zu Borussia Dortmund
Jetzt ist es dem AWD mit dem bAV-Schulterschluss bei Borussia Dortmund gelungen, in die vermeintlichen DVAG-Pfründe einzubrechen. Bisher häuften sich nämlich die Meldungen, dass die DVAG das Thema Fußball für sich gepachtet hatte, etwa als neuer Kooperationspartner des Westfälischen Fußballverbandes, des Württembergischen Fußballverbandes, des 1. FC Kaiserslautern oder des Bayerische Fußball-Verband (BFV). Jetzt platziert der AWD einen Treffer bei Borussia Dortmund.
Die Kooperation umfasst laut AWD die Beratung der Mitarbeiter im Verein und den dazugehörigen Gesellschaften in Dortmund. AWD stellt dafür ein bAV-Team mit den Spezialisten Thomas Frenzel und Thorsten Schöcke, das im Bereich Beratung von Berufsspielern und Mitarbeitern in Bundesligavereinen ein entsprechendes know-how aufgebaut hat. „Unser Champion-Partner AWD hat uns interessante Wege aufgezeigt, wie wir einerseits unseren Mitarbeitern beim Aufbau einer Altersvorsorge helfen und zugleich durch Steuervorteile profitieren können", sagte Hans-Joachim Watzke (Foto), Vorsitzender der Geschäftsführung von Borussia Dortmund.
Durch die Sozialabgabenfreiheit bei Beiträgen, die in eine betriebliche Altersvorsorge fließen, besteht die Möglichkeit, dass neben dem Arbeitnehmer auch der Arbeitgeber profitiere - unabhängig davon, ob er die Beiträge bezuschusst oder nicht.
Zusätzlich werde der AWD, der jetzt mit dem Slogan "Mehr Netto" werbe, für den BVB prüfen, ob das Sachversicherungspaket aufgrund der Marktstellung von AWD zu günstigeren Konditionen angeboten werden könne. (eb / www.bocquel-news.de)
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