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Konzepte und Kriterien

An der Spitze bleibt nur ein Versicherungsverein

2. September 2010 - Der Versicherungsverbund Die Continentale baut seine Konzernstruktur um. Die beiden Gegenseitigkeitsvereine der Gruppe, ein Kranken- und ein Lebensversicherer, werden zu einer Gesellschaft an der Spitze des Verbunds verschmolzen.

Rolf Bauer In einer Zeit mit nahezu wöchentlichen Hiobsbotschaften zu Übernahmen und Fusion großer Wirtschaftsunternehmen setzt der Versicherungsverbund Die Continentale (www.continentale.de) mit einer Neustrukturierung im Konzern Zeichen, die Unabhängigkeit seiner Gesellschaften weiter zu festigen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Faktisch bedeutet dies, dass die beiden Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, die Continentale Krankenversicherung a.G. und die Continentale Lebensversicherung a.G., zu einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) verschmolzen werden. Der neue VVaG steht jetzt an der Spitze des Verbundes.

Strategie der Unabhängigkeit
„Mit diesen Maßnahmen verstärkt die Continentale nachhaltig ihre Strategie der Unabhängigkeit. Das unveränderte Unternehmensziel bleibt es, diese Unabhängigkeit zu erhalten. Basis dafür ist unsere Strategie, Wachstum aus eigener Kraft und mit Ertrag zu erzielen - auf Basis des Grundgedankens des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. Von diesem Grundgedanken werden alle Unternehmen des Verbundes getragen, unabhängig von ihrer Rechtsform", betont Vorstandsvorsitzender Rolf Bauer (Foto). Zusätzlich ergäben sich aus den beiden Veränderungen auch Steuer- und Kostenvorteile.

Der Continentale-Chef erläutert, dass jetzt nur noch eine Gesellschaft an der Spitze der Gruppe stehe. Da allerdings nach deutscher Rechtsnorm ein Krankenversicherer nicht gleichzeitig das Geschäft mit Lebensversicherungen betreiben darf, sollen der LV-Bestand von 668.000 Verträgen und die Kapitalanlagen auf einen neuen Lebensversicherer übertragen werden. Die neue Aktiengesellschaft wird eine hundertprozentige Tochter des Krankenversicherers sein und behält ihren Sitz weiterhin in München, während der Krankenversicherer und damit die Konzern-Zentrale weiterhin in Dortmund bleibt.

Das serviceorientierte Lebensversicherungs-Angebot im Verbund soll zukünftig von der "Continentale Lebensversicherung Aktiengesellschaft" repräsentiert werden, die vom Versicherungsverein Continentale Krankenversicherung a.G. gehalten werde.

Direktversicherer im Verbund erhalten ebenfalls neue Struktur
Auch der Direktversicherer Europa bekommt eine neue Struktur, denn die zur Gruppe gehörende Europa Krankenversicherung AG (www.europa.de) und die Europa Sachversicherung AG werden zur "Europa Versicherung Aktiengesellschaft" fusioniert.

Neue Struktur bietet genügend Sicherheit
Damit steht nun der Versicherungsverein Continentale Krankenversicherung allein an der Spitze des gesamten Verbundes. Im Ranking der 47 privaten Krankenversicherungs-Gesellschaften belegt er den achten Platz. Das neue Unternehmens-Konstrukt bietet den Angaben zufolge genügend Sicherheit, als Gesellschaft unabhängig zu bleiben. Eine feindliche Übernahme ist bei VVaGs nicht möglich. Eigner eines Versicherungsvereins auf Gegenseitig sind die Kunden, die in diesem Fall „Mitglied" bleiben. Einen Verkauf von Verbundunternehmen oder eine Beteiligung Dritter schließt Bauer aus.

Für Mitarbeiter, Vertriebspartner und Kunden entstehen laut Unternehmens-Angaben keine Nachteile. Von Streichungen irgendwelcher Arbeitplätze ist nicht bekannt geworden. (eb / www.bocquel-news.de)

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